Ziemlich verärgert reagiert CDU-Chef Paul Schaffers auf den Alleingang der Stadtverwaltung in Sachen Virginia-Satir-Schule (frühere Berufsschule) auf der Kroatenstraße. Bekanntlich war das Objekt für eine Erweiterung des angrenzenden Schulzentrums vorgesehen. Die Stadt war deswegen in Kaufverhandlungen mit dem Kreis Kleve als Eigentümer des Objekts. Die Verwaltung hatte dann ohne weitere Rücksprache oder Information an die Politik die Verhandlungen über den Ankauf wegen Baumängel abgebrochen.

„Das geht gar nicht“, kommentiert Schaffers die einsame Entscheidung der Verwaltung, auf den Ankauf der Schule zu verzichten. „Die Verwaltung ist mit ihrer Vorgehensweise nicht ihrer Informationspflicht gegenüber der Politik nachgekommen“, moniert Schaffers. Inwieweit das Bürgermeister Dr. Pichler anzulasten ist, müsse noch erörtert werden. Jedenfalls bleibe man da am Ball, um solche Vorgehensweisen künftig zu verhindern.

Die CDU hat jetzt beantragt, das Objekt nach Möglichkeit durch Nachverhandlungen zu erwerben. „Das Grundstück ist nicht nur für die Schulentwicklung interessant, sondern auch eine Potentialfläche für die Stadtentwicklung, auf dem sich bei angemessenem Kaufpreis zentrumsnah auch Wohnungsbau entwickeln kann“, erläutert CDU-Sprecher Hubert van Meegen die Visionen und Absichten der CDU, das Gelände für die Stadt zu sichern.

Nach den NRW-Landtagswahlen 2017 soll jedenfalls dann, wenn Klarheit über landespolitischen Eckpunkte zu G8 oder G9 an Gymnasien besteht, in Gesprächen mit den Schulen und der Politik gemeinsam der Raumbedarf für das Schulzentrum neu bewertet werden.