Nach einer von der CDU-Fraktion beantragten Debatte im öffentlichen Sitzungsteil des Haupt- und Finanzausschusses über den Förderantrag zum Breitbandausbau im ländlichen Bereich des Kevelaerer Stadtgebiets wurde ein entsprechendes Vorhaben auf den Weg gebracht. In Außengebieten aller Ortsteile mit Internetgeschwindigkeit von weniger als 30 MBit/s soll schnelles Surfen möglich werden.

Auf die Nachfrage der CDU wurden folgende Eckpunkte bestätigt:

1. Alle Häuser/Grundstücke des sog. Fördergebiets können an das Breitbandnetz angeschlossen werden, sofern sie in den nächsten 3 Jahren voraussichtlich keine Breitbandversorgung von mind. 30 mbit/s haben werden.
2. Es besteht keine Anschlusspflicht, sondern der jeweilige Grundstückeigentümer ist in seiner Entscheidung frei.
3. Auch die Kevelaerer Schulen können an die Breitbandversorgung angeschlossen werden.

Kervenheims Ortsvorsteher Martin Brandts hob hervor, der Förderantrag stelle eine wichtige Ergänzung zu dem ohnehin schon auf den Weg gebrachten Breitbandausbau in seiner Ortschaft dar, um den nachgewiesenen Bedarf auch in den bislang noch nicht berücksichtigten Haushalten in den Außenbereichen decken zu können.

Die beiden Landwirte in der CDU-Fraktion, Theo Terlinden und Franz Kolmans, freuen sich indes für ihre Berufskollegen über diese Entwicklung: „Gerade in der modernen Landwirtschaft ist heute schnelles Internet zur Betriebsführung erforderlich“, so beide unisono. So würden schon jetzt aufgrund von gesetzlichen Vorgaben Landwirte verpflichtet sein, bspw. Meldungen an Behörden in deren Datenbanken per Internet abzuliefern.

Da auch Wohnhäuser in Außengebieten an das schnelle Internet angeschlossen werden können, hat die CDU dem Vorhaben voll zugestimmt. Wenn alles klappt, könnte es 2018 realisiert werden.